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Meldung 328 von 383

Mi 08.11.2000

Reimer Böge fordert flächendeckende Anwendung von BSE-Tests in allen Mitgliedstaaten

Der ehemalige Vorsitzende des BSE-Untersuchungsausschusses im Europäischen Parlament (EP) und schleswig-holsteinische CDU-Europaabgeordnete Reimer Böge fordert von allen Mitgliedstaaten unverzüglich die flächendeckende Anwendung von BSE-Tests im Sinne von umfassenden Stichprobenuntersuchungen bei Rindern und Schafen. Angesichts der aktuellen Berichte über neue BSE-Fälle in einigen Mitgliedstaaten halte ich diesen Schritt für unerläßlich. Über die Nutzung der BSE-Testverfahren kann eine objektivere Bewertung des BSE-Risikos oder der BSE-Freiheit von Mitgliedstaaten und Regionen erfolgen und damit auch der Dunstkreis von Spekulationen, Behauptungen oder falschen Beschuldigungen durchbrochen werden. Wenn wir diesen Schritt nicht tun, werden die Land- und Ernährungswirtschaft immer wieder in den Strudel von Verdächtigungen und Emotionen hineingezogen werden. Dieser Schrecken muß ein Ende haben, erklärte der Europaabgeordnete.

Wie Böge weiter dazu mitteilte, sei diese Forderung u.a. Inhalt eines Entschließungstextes, den er für seine Fraktion vorbereitet habe. Dieser solle dem EP auf seiner November-Plenartagung zur Abstimmung vorgelegt werden.

Reimer Böge verwies in diesem Zusammenhang auch auf noch bestehende Mängel bei der Kennzeichnung von Tieren und der Etikettierung von Fleisch. Er stellte klar, daß das Parlament auf eine schnellstmögliche Umsetzung dieser Beschlüsse in allen Mitgliedstaaten bestehe, um so einen hohen Verbraucherschutz zu gewährleisten. Der Europaabgeordnete machte aber gleichzeitig auch deutlich, daß kein Grund für eine Hysterie bestehe. Der Verbraucher könne bereits heute auf qualitativ hochwertige Fleischprodukte aus gesicherter Herkunft zurückgreifen.